
Der LSFV hat zahlreiche Fischereirechte im Lande gepachtet bzw. in seinem Eigentum. Dies macht der Verband, um seinen Mitgliedern möglichst viele und günstige Angelmöglichkeiten zu sichern. Gleichzeitig bietet er das Angeln in diesen Gewässern aber auch anderen Personen an, soweit es die Verhältnisse vor Ort erlauben. Hierbei müssen verbandsfremde Gäste höhere Preise akzeptieren. Bei Jahresbeiträgen, die bei zahlreichen Vereinen unter 20.- Euro liegen, lohnt sich daher eine Mitgliedschaft schnell. Jugendliche und Angler/innen mit weniger als 640,- Euro monatlichem Nettoeinkommen erhalten deutliche Vergünstigungen.

Kurze Hinweise zur Rechtslage:
Jeder, der in Schleswig-Holstein angeln möchte und das 12. Lebensjahr vollendet hat, benötigt einen gültigen Fischereischein mit der Fischereiabgabemarke des aktuellen Jahres. Die Abgabemarke erhalten Sie bei der Ordnungsbehörde an Ihrem Wohnsitz (Gemeindeverwaltung, Rathaus). Jüngere Kinder können ohne eigenen Fischereischein in Begleitung und unter Aufsicht eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln. An LSFV-Gewässern dürfen Kinder unter 12 Jahren mit einer Angel auf dem Erlaubnisschein einer erwachsenen Begleitperson mitangeln.
An allen Binnengewässern sowie an der Schlei und den als Küstengewässer geltenden Flussabschnitten der Eider und der Trave sind jeweils zusätzlich zum Fischereischein noch Erlaubnisscheine vom Eigentümer oder Pächter erforderlich. Es ist grundsätzlich ratsam, sich vor Ort über bestehende Fischereirechte zu erkundigen.
Personen können, - ohne zuvor eine Fischereischeinprüfung abgelegt zu haben - bei der Ordnungsbehörde einen so genannten „Urlauberfischereischein“ erhalten. Er kostet aktuell 20,- Euro für die Erstausstellung sowie 10,- € für jede Verlängerung, die zweimal im Jahr in Anspruch genommen werden darf und jeweils für 28 aufeinander folgende Tage gilt. Wer dann erkennt, dass das Angeln Spaß macht und gleichzeitig noch schmackhafte Mahlzeiten ermöglicht, sollte nach dem Urlaub zu Hause sofort einen Fischereischeinlehrgang belegen.
Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass der LSFV und zahlreiche seiner angeschlossenen Vereine diesen ungeprüften Angellaien keine Erlaubnisscheine ausstellen!
Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein verfügt über insgesamt 10 Angelgewässer. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie allgemeine Informationen über die Verbandsgewässer, eine Tiefenkarte oder Angelkarte, die Preise für die Angelerlaubnisscheine sowie die Ausgabestellen für die Erlaubnisscheine.
Die Preise für die Erlaubnisscheine unterschieden sich für Angler, die in Schleswig-Holstein ihren Hauptwohnsitz haben und Angler, die außerhalb Schleswig-Holsteins wohnen. Ebenso zahlen organisierte Mitglieder im VDSF weniger als diejenigen, die nicht in einem dem VDSF angeschlossenenn Angelverein Mitglied sind.
Der Nord-Ostsee-Kanal kann bis auf kleine örtliche Beschränkungen von Kiel bis Brunsbüttel auf fast 100 km Länge beidseitig beangelt werden. Dabei stellt der NOK eines der artenreichsten Fischgewässer der Bundesrepublik Deutschland dar. Salz- und Brackwasserarten wie Dorsch , Flunder und die zur Laichzeit zahlreich einströmenden Heringe zählen ebenso wie Meerforellen und Ostseeschnäpel zu den Zielfischarten beim Angeln. Neben den Karpfen ist der NOK aber besonders bekannt für seine sehr guten Zander - undAalbestände. Insbesondere die Aale werden aktuell durch ein umfangreiches Besatz- und Beobachtungsprogramm intensiv betreut.
An den Fähren stehen häufig gute Parkmöglichkeiten für unsere Angler zur Verfügung. Die Kanalseitenwege dürfen von den Erlaubnisscheininhabern nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden! Gute Angelmöglichkeiten sind auch in den Weichenstellen gegeben. Der unkundige Angler sollte sich aber immer vor Ort informieren, was wo und wie erlaubt ist. Das gilt umso mehr für Angelurlauber.
Einen guten Überblick über dieses besondere, weltweit bekannte Gewässser bietet ein interessanter Film der UCA GmbH, der hier verfügbar ist.
Der Elbe-Lübeck-Kanal verbindet auf einer Strecke von 61,6 km die Elbe bei Lauenburg mit der Trave bei Lübeck. Das Fischereirecht des LSFV und damit verbunden die Erlaubnis zum Angeln im ELK beginnt an der Elbe, schließt den Hafen Lauenburg sowie den Freilauf unterhalb der Palmschleuse ein und reicht bis zur Straßenbrücke bei Lübeck-Moisling-Genin. Der Kanal ist durch sieben Schleusen gegliedert, in deren Bereichen das Fischen verboten ist. Der Elbe-Lübeck-Kanal ist durch Seitenwege, die allerdings nicht für anglerische Zwecke mit Kraftfahrzeugen befahren werden dürfen, gut erschlossen. Er zeichnet sich durch seine Aal -, Hecht- und Karpfenbestände aus. Die Aale werden aktuell zusammen mit dem NOK durch ein umfangreiches Besatz- und Beobachtungsprogramm intensiv betreut.
Weitere Informationen, Fragen, Berichte und Diskussionen der Angler gibt es bei uns im Anglerforum SH.
Die Elbe zwischen den Landesgrenzen von Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wurde gemeinsam vom LSFV Schleswig-Holstein e.V. und LSFV Niedersachsen e.V. gepachtet. Sie ist von beiden Landseiten aus beangelbar. Durch eigenständige Fischereirechte bei Geesthacht und auf Grund zweier Naturschutzgebietsverordnungen sind einige regionale Ausschlüsse und Betretungsregeln beim Angeln zu beachten.
Besonderheit ist, dass drei Binnenfischereiverordnungen gelten: auf dem Südufer die niedersächsische, auf dem Nordufer unsere schleswig-holsteinische und im Westen die hamburgische. Der Fischreichtum der Elbe ist mittlerweile wieder allgemein bekannt. Neben allen Weißfischarten existieren gute Möglichkeiten zum Fang von Aalen, Zandern und zum Fang der besonderen Delikatesse, dem Stint. Der Stint mit seinem typischen Gurkengeschmack kann in der Zeit von Februar bis April reichlich vor der Staustufe in Geesthacht geangelt werden.
Detaillierte Karten der Teilstrecken sind unter Downloads verfügbar

Der fisch- und nährstoffreiche Dobersdorfer See liegt mit seiner 312 ha großen Wasserfläche östlich von Kiel in der Probstei. Er ist über die beiden Bundesstraßen B202 und B502 gut erreichbar. Die beiden örtlichen Angelvereine in Schlesen und Tökendorf kümmern sich intensiv um ihr Heimatgewässer. Der See hat eine größte Tiefe von 18 m und bietet zum Angeln Fangmöglichkeiten auf alle typischen Süßwasserfischarten. Neben kapitalen Barschen , Hechten und Aale ist dieses Gewässer bekannt für seinen ausgezeichneten Zanderbestand. Auch die in zahlreichen Gewässern bereits seltener werdenden Quappen können hier noch mit gutem Erfolg beangelt werden.
Der Einfelder See liegt nur wenige Kilometer nördlich von Neumünster und ist für Angler über die A7, Abfahrt Neumünster Nord, schnell erreichbar. Der 182 ha große See wird vom Kreisverband Neumünster mit seiner Unterabteilung, der "Seegemeinschaft Einfelder See", intensiv betreut. Sie verwalten auch die Bootsliegeplätze am südöstlichen Ufer. Der Einfelder See kann aber auch ausgezeichnet von den ausgeschilderten Uferplätzen aus zum Angeln benutzt werden. Zugfahrer brauchen vom Bahnhof Einfeld nur wenige Minuten bis zum See bzw. Vereinsgelände. Der Fischbestand ist typisch, wobei neben einem guten Aal-, Hecht-, Barsch- und Zanderbestand vor allen kapitale Karpfen so manches Anglerherz beglücken können.
Der Schaalsee liegt in der Südostecke unseres Landes in reizvoller Landschaft. Auf dem insgesamt 2.570 ha großen Schaalsee hat der LSFV an der Nordwestecke in der Dargower Bucht das Fischereirecht auf einer rund 300 ha großen Fläche gepachtet. Trotz fast vollständiger Lage im Naturschutzgebiet kann nach dem Ende der Hechtschonzeit ab dem 1. Mai das Angeln auf Esox und seine Kameraden auf einem Großteil der Fläche beginnen. Außer auf kapitale Hechte bestehen sehr gute Fangmöglichkeiten auf Aal , Karpfen , Große (Schaalsee-) Maräne und Barsch . Letztere weisen häufig außergewöhnliche Maße auf und haben bereits so manchen Angler mit eindrucksvollen Drills begeistert.
Der fast 150 ha große Stolper See ist Eigentum des LSFV. Nordöstlich der Abfahrt Stolpe/Wankendorf von der B 404 bzw. der A 21 liegt er lang gestreckt in einer reizvollen Landschaft. Der Stolper See wird vornehmlich vom Boot aus beangelt und erlaubt neben dem Angeln von kapitalen Hechten , Barschen und Aalen auch die spannende Fischwaid auf die Große Maräne . Es sind zum Angeln - von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang - drei Handangeln erlaubt, von denen eine als Raubfischangel geführt werden darf. Vom Parkplatz am „Mühlenberg“ (nordwestl. Spitze) kann der Bootsliegeplatz bequem erreicht werden.